Referate* in der Schule
Aus dem
Wissen um
die Sache
muss die Rede
in Glanz
und Fülle
des Ausdrucks
erwachsen.
Hat
der Redner
die Sache
nicht
gründlich
erfasst und
erkannt,
so bietet
sein Vortrag
nur ein leeres
und beinahe
kindisches
Geschwätz.

(Cicero)

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Da die Informationsfülle zu den meisten Themen nahezu unerschöpflich, das Aufnahmevermögen der Zuhörer im Vergleich dazu aber begrenzt ist, muss der Referent eine Auswahl treffen - und zwar im Hinblick auf seine Zuhörer:
  • Was können sie verstehen?
  • Was wollen sie von sich aus wissen?
  • Und was müssen sie im Rahmen der Unterrichtseinheit wissen?

    Über schwierige und komplexe Sachverhalte referieren heißt nicht, dass diese auch kompliziert dargestellt werden müssen. Ganz im Gegenteil: Diese sollten so weit vereinfacht werden, dass möglichst alle Zuhörer sie verstehen können.

    Einige der häufigsten Fehler, die bei Referaten unbedingt vermieden werden sollten:
  • Das Interesse der Zuhörer am Thema wird nicht ausreichend geweckt.
  • Das Referat ist zu lang (länger als die Aufmerksamkeit der Zuhörer es zulässt!).
  • Der Referent meint (ich-orientiert!) zeigen zu müssen, was er alles weiß und kann.
  • Das Referat wird abgelesen; komplexe Inhalte werden nicht visualisiert.
  • Die Körpersprache ist ungeschickt (sitzend, ohne Blickkontakt, mit verkrampfter Gestik (vgl. die Fotos 1 und 2)

    Ausführliche Anregungen in der »Schule der Rhetorik« (S. 18-39 und 77-81); weitere Informationen zu »GFS-Referaten« und zur »Präsentationsprüfung « im mündlichen Abitur in Baden-Württemberg.


    * Der Begriff kommt aus dem Lateinischen: Referat heißt wörtlich übersetzt »Er möge berichten!« Gemeint ist ein Vortrag über ein bestimmtes Thema. Der Referent ist der Vortragende, also der Redner, der ein Referat hält. Und die Verbform »referieren« ist gleichbedeutend mit: ein Referat halten.
    Der Begriff »Referat« ist allerdings nicht ganz deckungsgleich mit »Vortrag«: Ein Vortrag dauert meist länger, gewährt dem Redner eine höhere Selbstständigkeit und steht in einem größeren Zusammenhang; während das Referat vor allem informiert (docere), kann der Vortrag eine weitergehende Wirkung entfalten (movere).