Brechts Interesse an der historischen Gestalt des Galilei lässt sich
auf überraschende Parallelen in der Biografie beider Persönlichkeiten
zurückführen: Beide sahen sich als Vertreter einer neuen Zeit, die ihre Utopie
gegen eine überkommene, aber übermächtig erscheinende Ordnung durchzusetzen
hatten. Beide zogen angesichts gesellschaftlicher Unterdrückung ihrer
epikureischen Grundhaltung gemäß Mittel der List jeder Form von märtyrerhaftem
Heldentum vor. Beide hatten einen starken pädagogischen Ansatz, bei dem das
sokratische Prinzip der Wahrheitsfindung und das Bemühen um
Allgemeinverständlichkeit im Glauben an die Vernunft aller Menschen begründet
war. Auch in Einzelheiten konnte sich der Schriftsteller wohl mit dem
Naturwissenschaftler identifizieren: So musste der für seine »Laxheit in Fragen
geistigen Eigentums« bekannte Brecht daran Gefallen finden, wie Galilei das
holländische Fernrohr kopierte und dabei verbesserte. Wie Galilei in der
Astronomie, so hatte sich auch Brecht in der Poetik mit dem Dogma des
Aristoteles auseinander zu setzen. Und schließlich hat Brecht 1947 vor dem
»Ausschuss für unamerikanische Umtriebe« auf ähnlich listige Weise seinen Kommunismus
»widerrufen« wie Galilei 1633 die kopernikanische Lehre. (...)
Dies (...) lässt sich damit erklären, dass Brecht mit seinem Stück im
Grunde auf zwei ganz unterschiedliche historische Erfahrungen reagiert: zum
einen auf den unerwarteten und dennoch anhaltenden Erfolg des Nationalsozialismus
zur Entstehungszeit der ersten Fassung und auf seine Situation als
Exilschriftsteller, zum anderen auf die Entwicklung der Atombombe als einer
ganz neuen historischen Erfahrung, die die Gefahr des Endes der Geschichte
einschließt. Angesichts dieser Niederlagen und Gefahren lässt Brecht auch
seinen Galilei zunächst scheitern; damit ist die gemeinsame Utopie von Autor
und historischer Gestalt, der Sieg der menschlichen Vernunft, fürs Erste in
Frage gestellt.
»Ich bin dumm. Ich verstehe rein gar nichts. Ich bin also gezwungen,
die Löcher in meinem Wissen auszustopfen.« (S. 17) Diese Selbsteinschätzung
nach sokratischem Vorbild ist ein wichtiger Impuls für Galileis wissenschaftliche
Ungeduld; ein weiteres Motiv für seinen Forschungsdrang ist die »große Lust
[...], die Ursachen aller Dinge zu erforschen«, während ihm die »neue Zeit« (S.
9) mit ihren Aufsehen erregenden Lehren und Entdeckungen den Stoff für seine
Auseinandersetzung mit der Autorität der katholischen Kirche liefert. Ziel
seiner Forschung ist die Falsifizierung des mittelalterlichen Weltbilds und die
Verifizierung der von der Kirche unterdrückten kopernikanischen Lehre.
Brecht, der sich selbst als Stückeschreiber des »wissenschaftlichen
Zeitalters« betrachtete, hat in seinem Stück mit erstaunlicher Detailkenntnis
Erkenntnisse und Methoden Galileis herausgearbeitet. Das naturwissenschaftliche
Experiment verknüpft er dramaturgisch mit dem »Gestus des Zeigens«. Der
Zuschauer kann auf diese Weise die Beweisführung für das heliozentrische
Weltsystem nachvollziehen, während er gleichzeitig mit den Anhängern des
geozentrischen Weltbildes konfrontiert wird. Durch diesen Kniff macht Brecht
deren Ignoranz und die Lächerlichkeit ihrer Argumentation transparent. Indem
Galilei das Fernrohr als legitimes Mittel der Naturerkenntnis einsetzt, macht
er Beobachtungen, die das alte Weltbild systematisch erschüttern: Die Phasen
von Mond und Venus beweisen, dass beide nicht selbst leuchten, sondern von der
Sonne angestrahlt werden; aufgrund seiner unregelmäßigen Oberfläche ist der
Mond kein vollkommener Himmelskörper, mit seinen Bergen und Tälern gleicht er
vielmehr der Erde; die Venus kreist nicht etwa um die Erde, sondern um die
Sonne; die Mediceischen Gestirne widerlegen die Kristallschalentheorie; und die
Sonnenflecken beweisen, dass auch der größte Himmelskörper weder vollkommen
noch unveränderlich ist. Darüber hinaus weist Galilei anhand anschaulicher
Beispiele (Waschschüssel, Apfel, Schiff) nach, dass die augenscheinliche
Bewegung der Sonne um die Erde auf einer Wahrnehmungstäuschung beruht. In
seinem Manuskript über Ebbe und Flut bestätigt er indirekt die kopernikanische
Lehre, und im Eisstückchen-Experiment widerlegt er wenn auch auf anderem Gebiet
das Dogma des Aristoteles. Modellhaft führt er dabei seinen Schülern die
experimentelle Methode vor. Diese steht in krassem Gegensatz zur scholastischen
Methode, die die Lehren des Aristoteles und des Ptolemäus mit der biblischen
Offenbarung in Einklang zu bringen suchte und deren Ziel nicht die
Wahrheitsfindung, sondern die Bestätigung der theologischen Wahrheit war.
Die Befreiung der Wissenschaft vom Diktat der Theologie und darüber
hinaus von jeglicher Tradition und Autorität ist Galileis wichtigstes
Verdienst. Scharfsinn und Anschaulichkeit seines Denkens, leidenschaftliches
Engagement und Beharrlichkeit im Vorgehen sind seine Stärken, verleihen seiner
Utopie von der »sanften Gewalt der Vernunft über die Menschen« (S. 34)
Überzeugungskraft.
Dabei ist Galilei nicht nur Theoretiker. Bei der Erfindung des
Proportionalzirkels, beim Nachbau des holländischen Fernrohrs und bei der
heimlichen Abschrift der »Discorsi« zeigt er auch Sinn für die Praxis. Sein Bemühen,
Wissenschaft in der Volkssprache und nicht auf Latein zu treiben, deutet
bereits auf seine soziale Verantwortung hin. Dies ist nicht verwunderlich, denn
er denkt durchaus in politischen Zusammenhängen: »Sie haben Recht, es handelt
sich nicht um die Planeten, sondern um die Campagnabauern.« (S. 77) Die
gesellschaftliche Relevanz seiner Forschung erschöpft sich nicht darin, dass er
Maschinen konstruiert, die die Mühen des Alltags erleichtern helfen; wichtiger
ist, dass er durch seine Forschung die Autorität der Kirche und der oberen
Schichten in Frage stellt und anregt, nach den Ursachen sozialer Ungleichheit
zu fragen.
Galilei ist »ein Mann des Fleisches. [...] Er denkt aus Sinnlichkeit.
Zu einem alten Wein oder einem neuen Gedanken könnte er nicht nein sagen« (S.
108). Seine Sinnlichkeit, die ihn zu gewaltiger Leistung befähigt, ist
gleichzeitig Ursache seines sozialen Versagens. Als Mathematiker und Astronom
ist er seinen Kollegen von der Philosophie und Theologie gesellschaftlich
unterlegen. Da er in ständiger Geldnot steckt, fehlt ihm die Muße für seine
Forschungen; seine Einschätzung, »nur auf dem Bauch kriechend in eine halbwegs
würdige Stellung kommen« (S. 38) zu können, macht ihn unterwürfig und
bestechlich. In der Hoffnung auf die ersehnten »Fleischtöpfe« (S. 37) zieht er
von der Republik Venedig, die ihm die Freiheit der wissenschaftlichen Lehre
garantiert, an den Fürstenhof von Florenz, der ihn schließlich an die
Inquisition ausliefert. Statt auf die Warnungen des Eisengießers Vanni zu
hören, vertraut er auf den Großherzog und den Papst.
Der Sympathie des Volkes und der Solidarität der aufstrebenden
Schichten in den oberitalienischen Städten begegnet er mit Skepsis. Wenn er
vorgibt, dass ihn die politische Relevanz seiner Forschungen nichts angehe, so
täuscht er politische Blindheit jedoch nur vor. Vannis Vorwurf, er könne Freund
und Feind nicht unterscheiden, setzt er barsch entgegen: »Ich kenne Macht von
Ohnmacht auseinander.« (S. 101) Einerseits treiben ihn Genuss-Sucht und Angst
vor körperlichen Schmerzen also in die Abhängigkeit von den Medici und zum
Widerruf seiner Lehre. Andererseits rechtfertigt er sein Verhalten aber mit dem
Hinweis auf die politischen Verhältnisse. Im Gespräch mit dem Kleinen Mönch
trägt sein Realismus noch kämpferische Züge: »Es setzt sich nur so viel
Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg
der Vernünftigen sein.« (S. 78); nun aber schlägt seine Haltung vollends in
Resignation und Opportunismus um. Gegenüber seinen Gegnern aus den Reihen der
Kirche wirken sich selbst Scharfsinn und Witz zu seinem Nachteil aus. Im Eifer
des Wortgefechts entfährt ihm gegenüber den beiden Kardinälen die provozierende
Vermutung: »Aber, meine Herren, schließlich kann der Mensch nicht nur die
Bewegungen der Gestirne falsch auffassen, sondern auch die Bibel!« (S. 68 f.)
Damit wagt er sich zu weit vor, das Dekret von 1616 ist die unmittelbare Folge.
In seinem »Dialog« über das ptolemäische und das kopernikanische Weltsystem
schließlich, auf das sich der Inquisitor im 12. Bild bezieht, verletzt die
satirische Form die Eitelkeit des Papstes, der sich und die Position der Kirche
in der fiktiven Gestalt des Simplicio zu Recht verspottet sieht und deshalb in
die Einleitung des Prozesses einwilligt.
Legt Brecht einerseits Galileis Schwächen und Fehler bloß, die seiner
Utopie entgegenstehen, so versäumt er es andererseits nicht, die Ignoranz, die
reaktionäre Grundhaltung und die Arroganz der Gegenseite herauszuarbeiten.
Die florentinischen und vatikanischen Gelehrten weigern sich, durch das
Fernrohr zu schauen, sie ziehen weder aus der Supernova von 1572 noch aus dem
Kometen von 1577 die Schlussfolgerung, dass ihr Weltbild nicht stimmen kann,
sie beschließen schließlich das Dekret, »ohne diese Einzelheiten zur Kenntnis
zu nehmen« (S. 70), sie verdammen zwar Galileis Lehre, benutzen aber seine
Sternkarten. Starrsinnig wehren sie sich gegen neue Beobachtungen und
Einsichten, die im Widerspruch zur Offenbarung zu stehen scheinen und damit die
eigene Autorität in Frage stellen. In der Ankleideszene (Bild 12) führt Brecht
vor, wie der Wissenschaftler Barberini zum Papst Urban VIII. »ummontiert« wird
und aus dem Zwang seiner Rolle heraus der Einleitung des Verfahrens zustimmt.
Gegner der neuen Lehre ist aber nicht allein die Kirche. Ludovico
selbst weist auf die Abhängigkeit des Papstes von den »vornehmsten Familien des
Landes« (S. 90) hin. Die herrschende Klasse, deren ausbeuterisches Verhalten
von der Kirche gerechtfertigt wird, muss befürchten, dass durch das neue Denken
auch die Legitimation der bestehenden Gesellschaftsordnung angezweifelt wird.
So revolutionär Galileis Hoffnung auf den Sieg der menschlichen
Vernunft ist, so reaktionär ist die Gegenseite in ihren Maßnahmen. Nach
wochenlangem Prozess und unter Androhung der Folter widerruft er seine Lehre
und verrät seine Anhänger. Damit fällt seine Verurteilung des Filippo Mucius
auf ihn zurück: »Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber
wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!« (S. 81/110)
Umgekehrt setzt er Andreas Erbitterung darüber, dass er nicht wie ein Held
gehandelt und widerstanden hat, seine geschichtsphilosophische Einsicht
entgegen: »Unglücklich das Land, das Helden nötig hat« (S. 114). Andrea hat den
Menschen über die Gesellschaft stellen wollen und ihn damit überfordert. Mit
seinem Vorwurf »Weinschlauch! Schneckenfresser!« (S. 113) trifft er zwar den
Genussmenschen Galilei, übersieht dabei aber auch die Macht der
gesellschaftlichen Verhältnisse. Indem Brecht Galilei zum Verbrecher macht,
diesen andererseits aber auch Andreas idealistisch-personalistisches
Geschichtsbild umkehren lässt, tritt die Dialektik in Brechts materialistischer
Geschichtsauffassung zutage. Es geht nicht nur um die Dialektik von Galileis
Charakter, sondern auch um dessen Eingebundenheit in den Prozess der Geschichte
und damit in gleichem Maße um die Verantwortlichkeit und um die Entheroisierung
des Menschen gegenüber der Faktizität der Geschichte. (...)
Im 15. Bild rettet Andrea durch eine einfache List
die »Discorsi« über die Grenze. Diese äußere Handlung ist bereits im 14. Bild
angelegt und darüber hinaus allgemein bekannt. Zu fragen ist daher nach der
eigentlichen Bedeutung dieses Bildes.
Zunächst wiederholen sich in der
Personenkonstellation dieser Szene die bekannten ideologischen Gegensätze. Mit
dem Grenzwächter, dem Schreiber, dem ersten und dem dritten Jungen wird
nochmals das scheinbare Übergewicht von Ignoranz und Aberglaube sinnfällig vor
Augen geführt. Die beiden Jungen sind vom Wirken von Hexen und Teufeln
überzeugt und zur Inquisition im Kleinen bereit: Sie drohen Giuseppe, der ihren
Aberglauben nicht teilt, ihm die Hand auszurenken. Geistige Enge lähmt aber
auch die Aufmerksamkeit der beiden Erwachsenen, so dass Andrea leichtes Spiel
hat, sie zu überlisten.
Im Gegensatz zu dieser namenlosen Gruppe sind Andrea
und Giuseppe dem Namen nach bekannt. Trotz ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit
bestimmen sie durch ihre gedanklichen Impulse die Szene. Giuseppes wiederholte
Frage etwa, ob der Mensch durch die Luft fliegen könne, entlarvt das
abergläubische Geschwätz der beiden anderen Jungen, demonstriert die
Überlegenheit kluger Fragen gegenüber vermeintlichem Wissen und provoziert
Andrea zu seiner Schlussbetrachtung über den wissenschaftlichen Fortschritt.
Giuseppe ist somit die Personifizierung des gesunden Menschenverstandes, auf
den sich Galileis (und Brechts) Glaube an den Sieg der menschlichen Vernunft
gründet.
Galileis ehemaliger Schüler ist nun selbst zum
»Träger des Wissens« und zum Lehrer geworden. Indem er Giuseppe beibringt, »die
Augen aufzumachen«, hat er längst das »Glotzen« abgelegt und die Haltung des
kritischen »Sehens« (vgl. 1. Bild) angenommen. Aber selbst im Besitz der
»Discorsi« bleibt er Galileis Ansatz treu: »Wir wissen bei weitem nicht genug,
Giuseppe.« Entscheidend ist offensichtlich nicht die Rettung von Galileis Alterswerk,
sondern die Fortsetzung des kritischen Denkens. Hierzu Brecht in seinen »Fünf
Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit«: »Alles kommt darauf an, dass ein
richtiges Denken gelehrt wird.« In diesem Sinne ist der Schluss des Stücks für
eine positive Entwicklung offen. Auch der Appell des Epigramms setzt
grundsätzlich eine solche Offenheit voraus: »Hütet nun ihr der Wissenschaften
Licht / Nutzt es und missbraucht es nicht / Dass es nicht, ein Feuerfall /
Einst verzehre noch uns all / Ja, uns all.« (S. 128)
Andreas Rollentausch demonstriert eindrücklich die
Dialektik von Lehren und Lernen. Das Denken hat durch Galileis Widerruf nicht
stagniert, es hat sich weiterentwickelt. Gleichzeitig hat Andrea seinen naiven,
weil geschichtslosen Idealismus (vgl. das 13. und 14. Bild) aufgegeben: Er ist
nun zu einer List bereit und bringt sich erst in Sicherheit, bevor er sich zu
wissenschaftlichen Fragen äußert. Er hat aus der Geschichte gelernt.
Die »neue Ethik«, die er im 14. Bild formuliert hat
(»Ihre Hände sind befleckt, sagten wir. – Sie sagen: Besser befleckt als
leer.«) scheint nun doch nicht so abwegig. Atmosphärisch wird dies untermalt
durch die Kinder, die es in ihrem ordinären Lied vom »rosa Hemdelein«, einem
Spottgesang auf naiven Idealismus und unpolitisches Märtyrertum, auf den Nenner
bringen: »Verschissen ist nicht zerrissen«. Damit sind die Verurteilung des
Widerrufs, aber auch Galileis »mörderische Analyse« relativiert.
Um den Fortschritt, der trotz des Widerrufs
stattgefunden hat, sinnfällig zu machen, stellt Brecht in zahlreichen
szenischen Details eine Beziehung zwischen erstem und letztem Bild her: In
beiden Szenen benutzt er das Morgenlicht als Metapher der Hoffnung und der
Aufklärung. Interessant sind die Unterschiede. Stand die Milchrechnung anfangs
noch aus, so sind Krug und Milch inzwischen bezahlt; kaufte Galilei anfangs
noch teure Bücher, um sich weiterzubilden, so liegt sein Lehrwerk der Physik
nun in Manuskriptform vor; umgekehrt hatte aber Galilei im ersten Bild noch mit
großer Bestimmtheit postuliert: »die alte Zeit ist herum, und es ist eine neue
Zeit«. Andreas Einschätzung klingt im Schlussbild dagegen zurückhaltender, aber
auch realistischer: »Wir stehen wirklich erst am Beginn.« Dies ist nicht mehr
der geschichtslose und unpolitische Optimismus, den Galilei im ersten Bild
verbreitet, sondern ein verhaltender Optimismus, der sich der geschichtlichen
Gegebenheiten bewusst ist. Die eigentliche Bedeutung des Schlussbildes liegt
somit in der Einschätzung des Geschichtsprozesses: Die Handlung und damit der
Geschichtsprozess bleiben bei dem Sieg der reaktionären Mächte und bei Galileis
Eingeständnis seiner Niederlage nicht stehen. Pessimismus und Stagnation des
13. und 14. Bildes werden vielmehr überwunden. Die Entwicklung der Geschichte
geht weiter, wenn auch nur in verhaltenem Tempo.
Auszug aus:
Stephan Gora: Brechts »Leben des Galilei« als Geschichtsparabel. In: Dramen in ihrer Epoche, hrsg. von D. Steinbach. Klett 1990. 121 ff.